Die Trinkwasserversorgung ist ein ziemlich großes Problem auf Mallorca hinzu kommt die mangelnde Trinkwasserqualität. Mallorca verfügt leider über keine einheitliche zentrale Wasserversorgung. Je nach Ort kommt das Leitungswasser entweder aus Stauseen, aus den Bergen oder aus Tiefbrunnen, die salzhaltiges Wasser liefern. Wenn Wasserknappheit herrscht, werden bis zu 3 Entsalzungsanlagen dazu geschaltet, die das Meerwasser entsalzen.

Das Trinkwasser wird mit Chlor versehen, um Keime und Bakterien abzutöten, was natürlich den Geschmack des Wassers negativ beeinflusst. Es heisst zwar, Chlor im Trinkwasser sein unbedenklich, aber andersherum wird in vielen Regionen sogar davor gewarnt das Wasser zu trinken.

Kaum ein anderes Mittel tötet Bakterien und Keime so schnell und effektiv wie Chlor. Die außerordentliche Reaktionsfreudigkeit von Chlor ist der Grund für seine Giftigkeit. Es reagiert sehr leicht mit tierischem und pflanzlichem Gewebe und zerstört es dadurch. Chlor ist biologisch hoch-aktiv und nachweislich krebserregend und Erbgut-schädigend.

Ausserdem werden seit vielen Jahren unkontrolliert Düngemittel und Pestizide in der Landwirtschaft auf Mallorca eingesetzt, die erwiesenermaßen ins Grundwasser gelangen. Zudem sind die Wasserleitungen des Wassernetzes auf Mallorca sehr marode.

Selbst die Wasserflaschen und Wassergallonen enthalten Chlor und Weichmacher. Abgesehen von dem ganzen Plastikmüll, der entsteht. Um einen Trinkwasserfilter kommt man vor allem auf Mallorca heute leider nicht mehr vorbei. Denken Sie daran, die Qualität des Wassers, das wir trinken, hat einen starken Einfluss auf den menschlichen Körper und seine Funktionen.

Die Bucht von Palma: Problematische Wasserqualität an der Playa

35 Strände wurden auf der Urlaubsinsel zur Saison 2016 mit dem Gütesiegel „blaue Flagge“ ausgezeichnet, einige Strandabschnitte haben ihr Gütesiegel jedoch auch wieder verloren. Dazu gehört auch die Playa de Palma und Camp de Mar sowie die Stadtstrände von Palma de Mallorca.

Defekte Wasserleitungen, unzureichende Klärung und Touristen-Pippi machen Probleme

Wie N24.de berichtet hat, soll es rund um die Insel 124 Wasserrohre geben, die unzureichend gereinigte Abwässer ins Meer leiten. Besonders problematisch soll die Wasserbelastung am Strand von Ciudad Jardín sein. Auch der Strand von Arenal (Playa de Palma) und Can Picafort sei laut dem Artikel problematisch, es müssten neue Kläranlagen her.

Es sind aber natürlich nicht nur die Abwässer aus den Wohn- und Hotelzonen. Die etwa 120.000 Touristen, die im Sommer jeden Tag an den Stränden in der Bucht von Palma liegen, pinkeln laut Schätzung unserer Redaktion mindestens einmal pro Tag ins Wasser. Das entspricht dem Pipi-Aufkommen einer Kreisstadt wie Augsburg.

Dazu kommen noch Plastikabfälle und Verunreinigungen, die aus dem Meer ans Land gespült werden und die Belastung der Bucht durch die vielen Kreuzfahrtschiffe und Fähren.

Die Pläne der Stadtverwaltung, aus der Playa nach und nach einen Luxusstrand zu machen, dürften durch die schlechte Wasserqualität an den Stränden der Inselhauptstadt nicht gerade Auftrieb bekommen. 5-Sterne Hotels und 2-Sterne-Strand, das wird schwierig.

Ausgezeichnete Strandabschnitte auf Mallorca

Besonders saubere Strandabschnitte mit blauer Flagge auf Mallorca sollen Cala Estancia, Oratori, Es Carregador, Palma Nova, Son Maties, Ses Penyes Rotges, Santa Ponça, Romana, Torà, Cala Molins, Cala Barques, Playa Formentor, Playa dels Tamarells, Sant Elm, Playa Port de Alcúdia, Playa de Muro, Can Picafort, Son Bauló, Calla Agulla, Canyamel, Cala Mesquida, Cala Millor – Son Servera, Es Ribell – Sa Marjal, Cala Millor, Sa Coma, Cala Marçal, Cala Ferrera, Platja S’ Arenal (de Portocolom), Es Dolç (Es Port), Cala Gran, Cala Mondragó (Sa Font de N’Alís) und Cala Santanyí zählen.

Die Wasserqualität in Spanien ist gebietsweise besser, als viele glauben, denn auch in Spanien muss das Trinkwasser die Grenzwerte der EU-Richtlinie einhalten. Dennoch wird sehr häufig die spanische Wasserqualität durch veraltete, unsaubere oder schlecht gewartete Leitungssysteme belastet. Besonders ältere Menschen, Kleinkinder und Säuglinge können durch den Konsum des Wassers gesundheitliche Schäden davontragen. Doch auch im heimischen Leitungsnetz können Gefahren, wie Schwermetalle und Keime auf das Trinkwasser lauern. Es wird daher empfohlen, die Wasserqualität in Spanien und auch Daheim vor dem regelmäßigen Konsum zu testen. So können Verunreinigungen ausfindig gemacht und beseitigt werden, bevor sie die Gesundheit belasten.

Wasserqualität in Spanien – oft nicht zum Trinken geeignet

Die Güte des Leitungswassers ist in Spanien regional sehr unterschiedlich. Doch gerade in den Touristenzentren der Mittelmeerfestlandküste, auf Mallorca und den Kanaren lässt die Trinkwasserqualität in Spanien eher zu wünschen übrig1. Meist reicht schon eine gute Nase, um zu erkennen, dass dem Leitungswasser eine Menge Chlor zugeführt wurde. Beim Geschmack kann man im schlimmsten Fall noch die leichte Prise Meersalz ausfindig machen. In mehreren spanischen Regionen hat sich jedoch die Wasserqualität stark verbessert. An einigen öffentlichen Plätzen gibt es Trinkbrunnen, die kostenfreies Wasser von guter Qualität für jedermann zur Verfügung stellen. Die niedrigen Wasserpreise in Spanien führen leider oft zur Verschwendung, besonders in der Landwirtschaft.

 

Badegewässer mit hervorragender Wasserqualität in Spanien

Ein Test der Badegewässer in Katalonien ergab, dass 91,9 % der dortigen Badestellen der EU-Richtlinie entsprechen und sämtliche Grenzwerte der mikrobiologischen und chemischen Parameter einhalten2. Lediglich im Großraum Barcelona führen die Abwässer der über 2 Millionen Einwohner zusammen mit dem Hafen zu einer minderwertigen Wasserqualität. Strömungsbedingt sind jedoch nicht die Strände Barcelonas betroffen, sondern eher die Strandbereiche südlich der Llobregatmündung, also die Strände der Gemeinden El Prat, Viladecans und zeitweise Gava und Castelldefels.

Das sollten Urlauber bei der Wasserqualität in Spanien beachten

Auch die gute Wasserqualität in manchen spanischen Regionen kann durch verschmutzte Leitungsrohre stark vermindert werden. Nur ein individueller Test der Wasserqualität in Spanien kann Aufschluss darüber geben, ob das Trinkwasser wirklich auf Dauer genießbar ist. Nicht ohne Grund nutzen die Spanier selbst die 5-Liter-Kanister stilles Wasser aus dem Supermarkt. Besonders auf den Kanaren wird empfohlen, das Leitungswasser nicht zu trinken. In Deutschland wird das Trinkwasser zwar besonders streng kontrolliert, doch können die Wasserversorger die Garantie auch immer nur bis zum individuellen Hausanschluss geben. Danach trägt jeder Hauseigentümer selbst die Verantwortung für die Qualität des Wassers.