Die Wasserqualität in Spanien ist gebietsweise besser, als viele glauben, denn auch in Spanien muss das Trinkwasser die Grenzwerte der EU-Richtlinie einhalten. Dennoch wird sehr häufig die spanische Wasserqualität durch veraltete, unsaubere oder schlecht gewartete Leitungssysteme belastet. Besonders ältere Menschen, Kleinkinder und Säuglinge können durch den Konsum des Wassers gesundheitliche Schäden davontragen. Doch auch im heimischen Leitungsnetz können Gefahren, wie Schwermetalle und Keime auf das Trinkwasser lauern. Es wird daher empfohlen, die Wasserqualität in Spanien und auch Daheim vor dem regelmäßigen Konsum zu testen. So können Verunreinigungen ausfindig gemacht und beseitigt werden, bevor sie die Gesundheit belasten.

Wasserqualität in Spanien – oft nicht zum Trinken geeignet

Die Güte des Leitungswassers ist in Spanien regional sehr unterschiedlich. Doch gerade in den Touristenzentren der Mittelmeerfestlandküste, auf Mallorca und den Kanaren lässt die Trinkwasserqualität in Spanien eher zu wünschen übrig1. Meist reicht schon eine gute Nase, um zu erkennen, dass dem Leitungswasser eine Menge Chlor zugeführt wurde. Beim Geschmack kann man im schlimmsten Fall noch die leichte Prise Meersalz ausfindig machen. In mehreren spanischen Regionen hat sich jedoch die Wasserqualität stark verbessert. An einigen öffentlichen Plätzen gibt es Trinkbrunnen, die kostenfreies Wasser von guter Qualität für jedermann zur Verfügung stellen. Die niedrigen Wasserpreise in Spanien führen leider oft zur Verschwendung, besonders in der Landwirtschaft.

 

Badegewässer mit hervorragender Wasserqualität in Spanien

Ein Test der Badegewässer in Katalonien ergab, dass 91,9 % der dortigen Badestellen der EU-Richtlinie entsprechen und sämtliche Grenzwerte der mikrobiologischen und chemischen Parameter einhalten2. Lediglich im Großraum Barcelona führen die Abwässer der über 2 Millionen Einwohner zusammen mit dem Hafen zu einer minderwertigen Wasserqualität. Strömungsbedingt sind jedoch nicht die Strände Barcelonas betroffen, sondern eher die Strandbereiche südlich der Llobregatmündung, also die Strände der Gemeinden El Prat, Viladecans und zeitweise Gava und Castelldefels.

Das sollten Urlauber bei der Wasserqualität in Spanien beachten

Auch die gute Wasserqualität in manchen spanischen Regionen kann durch verschmutzte Leitungsrohre stark vermindert werden. Nur ein individueller Test der Wasserqualität in Spanien kann Aufschluss darüber geben, ob das Trinkwasser wirklich auf Dauer genießbar ist. Nicht ohne Grund nutzen die Spanier selbst die 5-Liter-Kanister stilles Wasser aus dem Supermarkt. Besonders auf den Kanaren wird empfohlen, das Leitungswasser nicht zu trinken. In Deutschland wird das Trinkwasser zwar besonders streng kontrolliert, doch können die Wasserversorger die Garantie auch immer nur bis zum individuellen Hausanschluss geben. Danach trägt jeder Hauseigentümer selbst die Verantwortung für die Qualität des Wassers.